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Weblog-Projekt von Viggo B Quist (Dänemark)
 

Viggo B Quist Im Internet bekommt man leicht Kontakt zu Muttersprachlern, heißt es so schön in vielen Artikeln der Medientheoretiker. In Praxis ist es aber gar nicht so einfach. Man kann zwar an einem Mailprojekt teilnehmen, z.B. als Comenius-Projekt, oder man kann die Schüler und Schülerinnen chatten lassen.

Die erste Variante, Mailprojekt, erfordert eine umfangreiche Teilnahme an einem Projekt, das sehr gut durchdacht und organisiert sein will, um erfolgreich zu werden. Ich habe das mehrmals gemacht und darf auch nächstes Jahr eine solche Zusammenarbeit beginnen – mit Gymnasien aus sieben europäischen Ländern, worauf ich mich sehr freue.

Chatten ist auch nicht schlecht – es hat einen eher unverbindlichen Charakter und viele Ähnlichkeiten mit der gesprochenen Sprache – ist aber für DaF-SchülerInnen schwierig wegen des Tempos.

Ein Weblog hat andere Qualitäten: organisatorisch und technisch leicht, und es nimmt nicht so viel Zeit in Anspruch. Außerdem hat man Zeit, über Formulierungen nachzudenken – in einer Fremdsprache recht günstig.

Was ist denn ein Weblog? Ganz einfach ein ins Internet gestelltes Tagebuch, um es kurz zu sagen. Sehr oft enthält das Weblog auch Kommentare und Links zu Internetseiten. Den Inhalt kann man aber gestalten wie man will - und nun das Entscheidende: Alle können den Inhalt kommentieren.

  • Organisation: Ich habe in meinen Deutschklassen, wie so viele andere Lehrer, oft eine Diskussionsrunde, z.B. ein Mal pro Woche. Die Schüler stellen ein Thema vor und regen eine Diskussion in der Klasse an. Die erforderliche Änderung ist, dass jetzt zwei Schüler zusammenarbeiten, so dass einer die Diskussion leitet und der andere Notizen macht. Danach fassen sie die Diskussion zusammen und stellen sie in ein Weblog. Da alle Schüler im Laufe einiger Monate dran sind, können wir so auch eine schriftliche Aufgabe abhaken.
  • Technisch: Man muss eigentlich nur eine Internetadresse finden können, denn man schreibt ins Weblog, ohne andere Programme zu benötigen.

Skizze: Einführung zum Weblog

Eine dänische Einführung zum Thema. Die Weblogs gleichaltriger Deutscher, mit denen sich die SchülerInnen wahrscheinlich identifizieren können.

Hier gibt es Ratschläge, wie man arbeiten kann:

Was kann oder was muss ich tun, um mein Weblog interessant zu gestalten? Wie bringe ich die Saiten meiner Leser zum Schwingen? Was macht es aus, dass das von mir Verfasste nicht nur reiner Selbstzweck ist, sondern auch andere bewegt? Ich weiß nicht, ob diese Fragen auch andere Blogger bewegen, oder ob ich der Einzige bin, der sich solche Gedanken macht. Ist auch egal!! Mich beschäftigen sie! Und nun habe ich zumindest einen Teil der Antworten gefunden:

Nicht alle Tipps sind neu für mich. Einige habe ich bereits beherzigt, andere waren mir bekannt. Die große Herausforderung besteht nun darin, alle diese Hinweise umzusetzen!! Ok, probieren wir's. Noch ein paar Hinweise. Man findet leicht selbst mehr, wenn man es braucht!

Als Lehrer muss man jetzt "nur noch" einen Weblog-Anbieter finden – und möglichst umsonst. Im anglophonen Raum gibt es viel mehr Möglichkeiten als im deutschen, aber im Fremdsprachenunterricht braucht man natürlich eine Unterstützung des deutschen Zeichensystems, und einige gibt es:

[Deutsch]
[Allgemein]

Ich habe mich auch für ein ganz einfaches Modell entschlossen: http://myblog.de/inter.

Hier darf jeder mitgucken - und meine Schüler und ich würden uns über Kommentare sehr freuen.

Viele Grüße schickt

Viggo Bové Quist
Gymnasium Middelfart
Dänemark
E-Mail: Viggo.B.Quist@skolekom.dk

 
 
 
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