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Neues Uni-Projekt: Studierende unterstützen Grundschulkinder beim Spracherwerb [ 28.01.2010 ]
Rubrik: Spracherwerb
WWU-Forschungsprojekt „Chancen der Vielfalt nutzen lernen"
Das neue WWU-Forschungsprojekt „Chancen der Vielfalt nutzen lernen" ist heute Abend an den Start gegangen: Es will Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund helfen, die gleichen Chancen wie ihre deutschen Altersgenossen zu bekommen und sie zu nutzen.

„Insbesondere ist der Übergang von der 4. Jahrgangsstufe zu einer weiterführenden Schule für diese Kinder oft nicht möglich. In aller Regel scheitern sie an mangelnden Deutschkenntnissen", sagt Prof. Dr. Klaus-Michael Köpcke vom Germanistischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster. Das neue WWU-Forschungsprojekt „Chancen der Vielfalt nutzen lernen" will dazu beitragen, diese Sprachprobleme zu lösen und die betroffenen Kinder dazu befähigen, höherwertige Abschlüsse zu erreichen. Der Europäische Integrationsfonds unterstützt das Vorhaben mit 240.000 Euro für vier Jahre.

Bildungsniveau erhöhen

Zu den Hauptzielen gehört die Erhöhung des Bildungsniveaus von Kindern mit Zuwanderungsgeschichte. Sie sollen im Grundschulalter gezielt gefördert werden, um ihnen den Übergang auf weiterführende Schulen zu erleichtern. „Viele Kinder aus Einwandererfamilien haben zwar eine gute mündliche Sprachkompetenz im Deutschen, die auf der gesprochenen Alltagssprache basiert. Diese Sprachkompetenz reicht aber nicht aus, um dem Unterricht an einer Realschule oder an einem Gymnasium folgen zu können", erklärt Prof. Köpcke, der das Projekt gemeinsam mit Dr. Sabina Schroeter-Brauss leitet.

Förderunterricht

Die Kinder sollen mit Hilfe von Förderunterricht dazu befähigt werden, auch schrift- und fachsprachliche Kompetenzen im Deutschen aufzubauen. Dazu brauchen sie einen umfangreichen Wortschatz, eine sichere Beherrschung der Grammatik sowie einen kompetenten Umgang mit den sprachlichen Fertigkeiten Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben.

Studierende unterrichten Deutsch

Im Rahmen des Forschungsprojekts werden Lehramtsstudierende dazu ausgebildet, Kinder mit Zuwanderungsgeschichte des 3. und 4. Schuljahres an münsterschen Grundschulen in Deutsch als Zweitsprache zu unterrichten. Die Studierenden besuchen zunächst ein Vorbereitungsseminar, in dem sie lernen, den Sprachstand der Kinder zu ermitteln, konkreten Förderbedarf zu diagnostizieren und Sprachunterricht für Kleingruppen mit bis zu fünf Schülern vorzubereiten.

Start an vier Schulen

An vier münsterschen Grundschulen (Clemensschule, Ludgerusschule und Clemensschule in Hiltrup sowie die Eichendorffschule in Angelmodde) werden diese Studierenden ab Februar dann Förderunterricht für rund 80 Kinder geben. Seminare und Förderunterricht werden als Studienleistungen anerkannt. „Das Projekt sucht und praktiziert die Zusammenarbeit zwischen der WWU und der Stadt Münster", so Prof. Köpcke.

Zwei Promotions-Vorhaben

Eine Projektmitarbeiterin, die selbst eine Zuwanderungsgeschichte hat und zweisprachig (deutsch/russisch) ist, wird die Studierenden auf ihre Aufgaben in der Schule vorbereiten und sie während der Förderunterrichtsphasen beraten. An das Projekt angegliedert sind auch zwei Promotionsvorhaben, die sich mit dem gesteuerten Zweitspracherwerb von Kindern mit türkischer beziehungsweise russischer Muttersprache beschäftigen.   ( avo )

Quelle: http://www.echo-muenster.de/node/59901
 
 
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